1. Teil von Werbegewohnheiten: Alte Gewohnheiten, neues Pferd

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Die Werbegewohnheiten haben sich in den vergangenen 20 Jahren massiv verändert. Standen früher ausschließlich konservative Medien (TV, Radio, Print, Plakate) im Fokus, wird nun vermehrt in der digitalen Welt inseriert. Werbung bildet speziell in den sozialen Medien einen großen Stellenwert. Ob bewusst oder unbewusst.

In einem dreiteiligen Interview schildern Jutta Kleinberger (Geschäftsführerin der SMA – Social Media Agentur) und Gerd Bacher (Kleine Zeitung / Verkauf) ihre Eindrücke über die unterschiedliche Wirkung von Inseraten im Bereich der Online-Werbung gegenüber dem konservativen Segment.

Jutta Kleinberger

Jutta M. Kleinberger – Geschäftsführerin der SMA – Social Media Agentur

gerd bacher

Gerd Bacher – Anzeigenverkauf der Kleinen Zeitung Klagenfurt

 

Kleinberger hat als Geschäftsführerin das Unternehmen SMA – Social Media Agentur in Klagenfurt gegründet und berät Unternehmen über ihre Online-Auftritte und Wirkung in sozialen Netzwerken.

 

Bacher gehört dem Anzeigenverkauf-Team der Kleinen Zeitung in Klagenfurt an, die als Abonnenten-Medium den Großteil ihrer Inserate vorwiegend in ihrer Print-Ausgabe schaltet.

 

Teil 1 von 3.

 

 

Inserate verbindet man meist auf Papier gedruckter Versionen. Warum ist das so?

JUTTA KLEINBERGER: Inserate und Anzeigen sind klassische Medien und einfach althergebracht. Fast jedes Unternehmen oder beinahe jede Privatpersonen hat zumindest bereits ein Mal in einer Zeitung inseriert. Das hat sich jedoch alles geändert. Heute ist das Internet dem Print eine große Konkurrenz geworden.

 

Welche Prioritäten sind im Inseratenverkauf zu setzen, wenn bestimmt werden muss, ob printmäßiger oder digitaler Kanal bespielt werden soll?

GERD BACHER: Das wichtigste in der Werbung, ganz egal ob die Werbung im Print oder Online-Bereich gespielt wird, ist, dass dem Kunden ein Mehrwert verschafft werden kann. In unserer Marktlage und in unserem Breitengraden liegt die Priorität offensichtlich noch immer auf Printmedien. Online wirkt derzeit nur als zusätzliche Ergänzung und Verstärkung.

 

Welche Gründe hat das?

BACHER: Online alleine funktioniert leider noch immer nicht. Sowohl auf den Markt wie auch auf die Kleine Zeitung bezogen. Ideal scheint daher eine Vernetzung. Wir haben verschiedene Möglichkeiten in unserem Unternehmen. Wir besitzen Sonder-Werbeformen, um aufzufallen und sich in den Köpfen der Leute zu verankern.

 

Welchen Vorteil bietet Werbung im Internet gegenüber dem konservativen Weg?

KLEINBERGER: Das Internet ist ein Gratis-Medium und die Masken der jeweiligen Seiten sind einfach zu bedienen. Das ist sicher ein Grund, warum Kleinanzeigen im Online-Bereich verstärkt genutzt werden. Einen wichtigen Bestandteil bildet auch das Monitoring und das Reporting. Einerseits besteht die Möglichkeit in Echtzeit zu beobachten, wie hoch das Interesse ist. Nach Ablauf des Inserats liegt sofort ein Report auf, der Zugriffe und Views zeigt. Ein weiterer Vorteil ist die kurzfristige Änderung der Anzeigenstrategie. Während Print eher eine starre Strategie verfolgt sind die Inserate im Online-Bereich deutlich flexibler. Google AdWords managt beispielsweise nicht nur ein Inserat sondern eine gesamte Anzeigengruppe. Die Möglichkeit besteht, das Produkt mit verschiedenen Texten und Bildern zu versehen. Durch einen Report ist ersichtlich, welches Inserat in welcher Zielgruppe den besten Anklang gefunden hat. Darauf kann dann abgezielt werden. Inserate im Online-Bereich sind nicht nur ein Auftrag, es kann ein großflächiger Prozess werden. Er beinhaltet Beobachtung, Management, Verstärkung der Strategie und Erfolge ernten.

 

Welche unterschiedlichen Möglichkeiten gibt es, ein Produkt einem großen Markt zugänglich zu machen?

KLEINBERGER: Es ist grundsätzlich zu unterscheiden, ob eine Kampagne ihre Wirkung auf ein Produkt oder ein Image abzielen bzw. den Bekanntheitsgrad steigern soll. Eine Möglichkeit besteht, den Markt auf eine Person herunterzubrechen, die verschiedene bestimmte Aspekte erfüllt. Diese eine Person könnte in der Folge als Multiplikator gesehen werden (zB. Blogger) und damit wird das Produkt der beabsichtigten Zielgruppe zugänglich gemacht.

Natürlich können auch über Anwendungen die Nutzer direkt erreicht werden. Videos oder Blogbeiträge unterstützen dabei. Youtube ist derzeit einer der Kanäle über die wirklich verkauft werden kann (Anwendervideos).

 

Zur konservativen Werbeform: Wodurch zeichnet sich die Werbung im Print-Kanal aus? Welche Produkte funktionieren am ehesten und sind am besten zu bewerben?

BACHER: Aufgrund der Lesegewohnheiten der Kleinen Zeitung muss festgehalten werden, dass die Zeitung ein ständiger Begleiter in den Tag ist. Das heißt, anders als in internationalen Metropolen oder Großstädten, wo die Zeitungen eher an Kiosken gekauft und auf dem Weg in die Arbeit gelesen werden, haben wir eine hohe Anzahl an Abonnenten.

 

Warum?

BACHER: Für die Leser der Kleinen Zeitung ist es gewährleistet, dass die Ausgabe bis 6 Uhr früh vor der Haustüre liegt und sie am Frühstückstisch gelsen wird. Das ist unumgänglich für den Lebensmittel-Handel und Supermarkt-Ketten mit ihren Sonderangeboten. In dieser Hinsicht funktioniert die Online-Bewerbung nicht, weil die Mehrheit der Menschen nicht nach solchen Angeboten sucht. Zumindest ist hier die Zeitung noch vorherrschend. Das gilt ebenfalls für die Möbelbranche.

 

Im zweiten Teil beschreiben Jutta Kleinberger und Gerd Bacher die unterschiedlichen Kanäle, wo Werbung geschaltet werden kann und was für die Entscheidungs-Findung ausschlaggebend ist. Also unbedingt wieder reinschauen!!!

 

Bildquelle: by ingimage.com

Fotos: privat

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