Das Schweizertaschenmesser unter den sozialen Medien heißt Google

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Google ist der Suchmaschinenriese. Google entwickelt selbstfahrende Autos. Google kontrolliert mit Android den Markt der mobilen Betriebssysteme. Trotzdem hatte auch das Unternehmen aus Mountain View Flops, etwa Google Video oder Google Wave. Das soziale Netzwerk Google+ wird versehentlich darunter eingestuft – dabei ist es ein mächtiges Werkzeug.

Wenn man sich hauptsächlich mit Facebook und Twitter beschäftigt, rückt Google+ schnell einmal ins Abseits – „das Netzwerk ist ja ohnehin tot!“. Falsch. Google+ legt ein rasanteres Wachstum hin, 2013 hatte sogar der Branchenriese Facebook das Nachsehen. Hier noch zweites Zahlenfaktum: Jeder angemeldete Google-User erhielt – ungefragt oder nicht – einen verknüpften Google+ Account. Macht Anfang 2014 1,15 Milliarden potenzielle User. Nicht schlecht für ein totes Netzwerk!

Google plus

Suchalgorithmus verschmilzt mit Nutzerempfehlungen

Um das soziale Netzwerk aus dem Hause Google+ ranken sich einige Missverständnisse. Allen voran ist es kein direkter Facebook-Konkurrent, da es eine andere Funktionsweise besitzt: Will sich auf Facebook User A mit User B anfreunden, muss User B der Freundschaftsanfrage zustimmen. Auf Google+ kann User A User B ohne dessen Bestätigung folgen – das Prinzip gleicht Twitter.

Die oben erwähnte Vernetzung von Google-Accounts und Netzwerken bringt den Vorteil auf den Punkt: Hinter Google+ steht eine mächtige Maschinerie, genauer eine Suchmaschine. Diese bietet bei Suchanfragen längst schon eigene Informationen in Form von Karten, Anfahrtswegen, Kontaktdaten, Bewertungen und mehr an. Der Clou: Mit einem Google+ Profil kann ein Unternehmen diese Daten direkt, richtig und prominent einspielen. Telefonnummer, Bilder, Adresse usw. werden dann bei einer Suche prominent an oberster Stelle angezeigt.

Google+ hat noch einen Vorteil: Angemeldete User bekommen personalisierte Suchergebnisse, sprich, die Empfehlungen und Erwähnungen der eigenen Kontakte (Kreise) werden ebenfalls eingespielt. Äußern sich drei Kontakte positiv über eine Pizzeria in Graz, werden Sie bei der gleichen Suche schon ein anderes Ergebnis bekommen – mit persönlicher Empfehlung. Gleich verhält es sich mit über Google+ geteilte Meldungen; die Links werden als hochwertiger eingestuft und nach oben gereiht.

Firmenseiten sind natürlich vorgesehen, daneben gibt es die feine Möglichkeit der Community: User können sich dort über ein vorbestimmtes Überthema austauschen, etwa Rad Fahren in Wien, Angeln in Kärnten etc. Findige Unternehmen starten eigene Communities – eine Buchhandlung bspw. zum Thema Lesen – lassen die User posten und betreuen sie dann. Das Unternehmen dient praktisch als Pate, spielt zeitweise eigene Beiträge ein und arbeitet mit den Usern zusammen. Eine aktivere, interessantere Variante als die simplen, einbahnartigen Fanseiten.

 

Die Chance im Video: Kurz, hilfreich, keine Werbung

Ein anderer Teil des Google-versums ist die Videoplattform YouTube. Mit neun Jahren schon ein Dinosaurier unter den sozialen Netzwerken, gibt sich die Hauptfunktion unverändert wie damals im digitalen Schmelztiegel aus Bit und Bytes. Neben unzähligen Spaß-, Musik-, Ratgeber-Videos und mehr, ist ein Teil der Plattform auch eine Spielecke für Unternehmen. Videos lassen sich auch auf die eigene Website hochladen – doch YouTube stemmt das Serveraufkommen, die Suchmaschinenerfassung, Empfehlung an User und mehr.

Es muss kein sündhaftteures, virales Video für eine Social Media Kampagne sein, das den Grundstein für ein Firmenvideo legt. Es gilt bloß drei Faustregeln zu beachten:

  • keine Überlänge – nach Netz-Standards
  • Expertentipps
  • keine Werbespots – die werden erst in zehn oder zwanzig Jahren zu Raritäten (siehe Dr. Oetker)

Solche Videos sind einfach herzustellen, gerade mit einer guten Smartphonekamera sind sie kein Problem: Eine Länge von zwei bis drei Minuten, dazu zwei Fragen an einen Fachmann/Experten/Abteilungsleiter. Ein User soll das Video anklicken können und dabei etwas lernen oder erfahren. Reine Selbstbeweihräucherung will niemand anklicken.

http://www.pinterest.com/pin/544583779914574577/

Und womit lässt sich das Interview mit dem Abteilungsleiter perfekt verknüpfen? Natürlich mit Google+.

Autor: Markus R. Leitgeb

Die SMA ist sich über das enorme Potential von Google+ und YouTube bewusst und deshalb wird Google+ und YouTube auch im Zuge des Social Media Manager Lehrgangs #2014SMM trainiert!

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Keine Kommentare to Das Schweizertaschenmesser unter den sozialen Medien heißt Google

  1. Gratulation an Markus zu diesem feinen Artikel!
    Als einer, der Google+ vom ersten Tag an (damals noch mit Empfehlung) nutzt weiß ich um die Bedeutung dieses Netzwerkes, welches eigentlich keines ist. Stellt es doch eher den Zugang zum mächtigen Google-Universum dar. Leider wird ein Großteil der Menschen Google und dessen Philosophie nie verstehen, daher auch der oftmalige Abgesang. Es ist auch gut so, dass die Facebooker nicht in Scharen zu G+ wandern, sonst wären die Inhalte bald ähnlich oberflächlich wie beim blauen Mitbewerber.

    In diesem Zusammenhang war es von Markus auch wichtig und richtig auf die Macht der bewegten Bilder (YouTube) hinzuweisen. Firmen sollten auf alle Fälle darauf achten, dass das relativ neue Google MyBusiness aktuelle Daten und Informationen enthält. Das Google Ranking wird es ihnen danken!

    • Hallo Reinhard!

      Vielen Dank für dein Kommentar. Google+ stellt auch in unseren Augen ein mächtiges Werkzeug für die Zukunft dar, gerade Unternehmen können hier wirklich weitflächig Informationen zur Verfügung stellen – und somit vielleicht sogar mehr erreichen als auf Facebook.

      Google ist die Startseite des Internets, die anderen bekämpfen sich noch gegenseitig. Wer sich jetzt konkreter mit Google(+) auseinandersetzt, kann durch den Startvorteil bestimmt für sich nutzen!

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