Bildsprache und Pinterest – Business Networking mit Emotionen

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Briefmarken, Postkarten, Überraschungseier: die Sammelleidenschaft der Menschen ist ein alteingesessenes Phänomen. Die Gründe für das Ansammeln und die Beschaffung von Dingen sind dabei so unterschiedlich wie die Sammelobjekte selbst. Der Sammeltrieb ist tief im Menschsein verankert. Nicht verwunderlich ist es da, dass sich Social Media Plattformen wie Pinterest oder Instagram so großer Beliebtheit erfreuen.

Bildsprache und Pinterest

Bildsprache und Pinterest – Foto aus SMA Training mit Daniela Heiden

Fotos und Bilder werden nicht mehr in Alben geklebt und archiviert, Schnipsel nicht mehr aus Zeitungen geschnitten und auf Collagen oder Korkpinnwände genagelt, in Foto Sharing Plattformen unterschiedlichster Art vollzieht sich heute unsere Sammelleidenschaft 2.0. Kunstvolle Fotos, schöne Zitate, Rezeptideen, Bilder zu Themen wie Architektur, Interieur, Mode oder Infografiken sind nur einige der Kategorien in denen der Sammelleidenschaft gefrönt werden kann.

Wie funktioniert Pinterest?

Auf Pinterest lassen sich Bilder zu den unterschiedlichsten Themen und Kategorien auf Pinnwänden sammeln und strukturieren, gepinnt wird dabei auf Boards, die digitalen Pinnwände. Wahlweise können Nutzer so nur einem einzigen Board folgen oder allen Boards einer Seite. Das erste Bild eines solchen Boards lässt sich dabei auswählen, ein Manko dabei ist jedoch, dass sich die Bildreihenfolge innerhalb der Alben nicht ändern lässt und somit neuere Bilder immer als Erstes angezeigt werden. Dies erschwert unter anderem die Planung und Erstellung von Kampagnen.

Geheime Boards: Pinterest bietet die Möglichkeit geheime Pinnwände anzulegen. Dies ist vor allem im privaten Bereich eine nette Funktion, für berufliche Zwecke eignet sich diese jedoch nur bedingt, unter anderem, weil bislang nur die Möglichkeit für das Anlegen von drei geheimen Pinnwänden besteht. Denkbar ist die Nutzung dieser Funktion daher allenfalls für kurze Präsentationen, Ideensammlungen im Kreativbereich, um geplante Projekte schnell und einfach zu visualisieren oder Boards vorab vorzubereiten.

Gruppenboards: Mithilfe von Gruppenboards können mehrere Pinner auf dieselbe Pinnwand pinnen, ebenso können diese Boards auch vorerst geheim gehalten werden. Dies eignet sich gut um Boards vorzubereiten, jedoch ist dabei zu beachten, dass einmal öffentlich gestellte Alben beziehungsweise Boards nicht mehr rückwirkend auf den Status geheim gestellt werden können. Bilder anderer Nutzer können zudem wahlweise auf eigene Boards weitergepinnt werden oder aber mithilfe einer „Gefällt mir“ Funktion markiert werden. Mithilfe der sogenannten „Place Pins“ bietet Pinterest auch die Funktion Fotos mit Orten zu verknüpfen.

Rich Pins: sind Pins, die mit zusätzlichen Informationen verknüpft werden können. Derzeit gibt es diese Funktion für die Kategorien Filme, Rezepte, Artikel, Produkte und Orte.

Tipp: im SMA – Social Media Agentur Praxistraining „Bildsprache für Social Media (Pinterest & Instagram)“ zeigt Daniela Heiden wie man mit Bildern Emotionen erzeugt. Visuelle Ansprache lässt uns mit einfachen Tipps und Tricks auch im Social Media Bereich einen interaktiven Dialog gestalten, einen Prozess veranschaulichen, Sachverhalte erklären uvm.

 

Pinterest for Business

„ Man muss sich bewusst sein, dass sowohl Bilder als auch Videos mit Abstand die populärsten Inhalte in sozialen Netzwerken sind.“ Daniela HeidenSMA – Expertin und Trainerin

Das nette Netzwerk. Pinterest wird gerne als eines der freundlichen sozialen Netzwerke bezeichnet, ein Shitstorm für Unternehmen ist so gut wie nicht zu befürchten, auch gibt es keinerlei nennenswerte mediale Berichte über Krisen auf Pinterest. Pinterest folgt dem Prinzip „ Ich pinne was mir gefällt“. Die Nutzer des Netzwerks, die sogenannten Pinner verteilen dabei ausschließlich Bildmaterial, an dem sie Gefallen finden. Sammeln soll vor allem Spaß machen und was nicht auf Gefallen stößt, landet nicht in der Sammlung privater Nutzer. Hinzu kommt die einfache Anwendung und Einrichtung eines Accounts, sowie die hohe Viralität der Pins. So einfach, so gut. Was aber gilt es beim visuellen Storytelling auf Pinterest zu beachten?

Nicht ganz so nett an Pinterest sind die rechtlichen Fallstricke, die vor allem im Zusammenhang mit dem Re- Pinnen des Bildmaterials anderer Nutzer auftreten. Urheberrechts- und Copyrightbestimmungen sind unbedingt zu beachten. Daniela Heiden rät dazu, nur Inhalte online zu stellen, über deren Rechte man auch verfügt. Wer eigenes Bildmaterial und Videos auf Pinterest postet, sei rechtlich abgesichert. Sofern visueller Content nicht eigens generiert werden kann, empfiehlt sich der Ankauf von lizenzfreien Fotos und Videos.

„It´s a girls thing“. Das Gros der Pinterest Nutzer ist weiblich, daher schließen sich auch viele Produkte, die sich ausschließlich an ein männliches Publikum richten eher aus. Das zu bewerbende Produkt oder die Dienstleistung sollte jedenfalls in eine der angebotenen Kategorien passen, gut geeignet ist Pinterest für Unternehmen der Gastronomie und Touristikbranche, Bekleidungshersteller, den Handel für Einrichtungsgegenstände und Innenausstattung , es finden sich aber auch erfolgreiche Beispiele von Unternehmen aus anderen Branchen. Das eigene Produkt und Dienstleistungsangebot sollte in jedem Fall gut visualisierbar sein und ausreichend Bildmaterial zur Verfügung stehen, um einen optimalen Auftritt auf Pinterest zu ermöglichen. Während hingegen bei Instagram Schnappschüsse oder Aufnahmen, die hinter die Kulissen blicken lassen, gerne gesehen und erwünscht sind, ist bei Pinterest hochwertigeres Bildmaterial gefragt- Schnappschüsse, Handyaufnahmen oder Fotos in schlechter Qualität sind daher zu vermeiden.

 

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